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Kriminalisierung der Seenotrettung

Sehen Sie hier die Veranstaltung der KAB Limburg vom 17. Juni im Video.

Das Video zur Veranstaltung finden Sie hier.

Die zivile Seenotrettung arbeitet aktuell unter erschwerten Bedingungen, die Mittelmeerstaaten sind durch die Corona-Pandemie stark getroffen, Häfen und Werften geschlossen. Der Krieg in Libyen wird unvermindert fortgeführt, UN-Hilfsorganisationen ziehen sich zurück, die Operation „Irini“ zur Kontrolle des Waffenembargos ist gestartet. Dürfen wir auf Libyen als sicheren Ort verweisen? Die EU versucht schon länger, afrikanische Staaten für die Einrichtung von Ausschiffungsplattformen zu gewinnen. Bisher hat sich unter anderem Tunesien dagegen gewehrt. Gibt es dort neue Entwicklungen? Was geschieht aktuell im zentralen Mittelmeer, von wem werden Menschen in Seenot gerettet und wohin werden sie gebracht? In dem Arbeitsforum werden die Situation für Geflüchtete und MigrantInnen in Libyen und Tunesien und die Aktivitäten der EU beschrieben, sowie die Entwicklungen der Seenotrettung im Central Med aufgezeigt. Anforderungen an „Places of safety“ im Seerecht werden definiert und der Verantwortlichkeit der EU und einzelner Mitgliedstaaten gegenüber gestellt.

An diesem Abend, den der KAB-Diözesanverband Limburg mit Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern im Rahmen der pax-christi-Kampagne "Menschenrecht statt Moria" durchführt referieren

- Jana Ciernioch (SOS Mediterannee)
- Corden Isler (Sea Eye)

und kommenden mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins Gespräch.
Moderation: Martin Mohr, Diözesansekretär der KAB Limburg

Das Video zur Veranstaltung finden Sie hier.